Mehr zu Handlungsmöglichkeiten…

...bei Diskriminierung oder Belästigung am Arbeitsplatz

„Ich wusste nicht, dass es so viele Möglichkeiten gibt, um sich gegen Diskriminierung und Belästigung zu wehren”

Im Falle von Diskriminierung und Belästigung gibt es eine Vielzahl von Handlungsschritten, von der direkten verbalen Reaktion über die offizielle Beschwerde bis hin zu arbeits- oder strafrechtlichen Schritten. Wenn Sie nicht wissen, wie Sie reagieren sollen, kann es sinnvoll sein, sich zuerst einmal über alle Handlungsmöglichkeiten zu informieren.

Dabei helfen können

„Ich dachte, wenn ich die Bemerkungen über mein Lesbischsein überhöre, hört er von allein wieder auf.”

Meistens ist das Gegenteil der Fall. Defensive Strategien ermutigen Täter und Täterinnen in vielen Fällen von Diskriminierung und sexueller Belästigung, mit ihrem Verhalten fortzufahren. Zudem können sie sich später darauf berufen, nicht gewusst zu haben, dass der/ die Diskriminierte oder Belästigte, sich in ihrer/ seiner Würde verletzt gefühlt hat.

Als erfolgreicher haben sich folgende Strategien erwiesen:

„Ich hatte Angst, wenn ich etwas gegen die Belästigung unternehme, stehe ich ganz alleine da.

Eine Gegenstrategie kann sein, herauszufinden, wer in der konkreten Situation in der Gruppe oder im Betrieb Verbündete sein können. Verbündete können andere Betroffene (Lesben und Schwule, andere Opfer von Mobbing oder sexueller Belästigung), lesben- oder schwulenfreundliche KollegInnen aber auch insgesamt Menschen sein, die das Verhalten des Täters/ der Täterin nicht billigen, aber nicht wissen, wie sie sich verhalten soll.

„Es war ja nie jemand dabei. Deshalb hatte ich Angst, dass mir niemand glaubt...

Täter und Täterinnen planen Diskriminierungs- und Gewaltsituationen in der Regel so, dass sie keine Konsequenzen zu befürchten haben. Deshalb sind Täter und Opfer häufig allein, es gibt keine direkten Zeugen. Andere Möglichkeiten, um eine Diskriminierungs- und Gewaltsituation glaubhaft zu machen, sind