„Noch lange nach der abfälligen Bemerkung war ich zwischen Hilflosigkeit und Wut hin und her gerissen.”Diskriminierungs- und Gewalterfahrungen rufen Gefühle von
Bei körperlichen Übergriffen kommen Gefühle von Bedrohung und Angst dazu, die sich bei massiven Angriffen (zum Beispiel einer Vergewaltigung) zu einem Gefühl von Todesangst steigern können.
„Dass ich plötzlich schlecht schlief und in der Wohnung auf jedes Geräusch geachtet habe, habe ich erst gar nicht in Verbindung mit dem Übergriff gebracht. Schließlich habe ich mich ja erfolgreich gewehrt.”
Auch wenn es gelingt, sich zur Wehr zu setzen, können sich betroffene Lesben nach einer solchen Gewaltsituation in einem Schockzustand befinden, der je nach Grad der Bedrohung von einigen Stunden bis zu mehreren Tagen, manchmal sogar Wochen anhalten kann.
Er kann sich in einem Gefühl des „neben sich Stehens” äußern, in starken emotionalen Reaktionen oder dem Ausbleiben davon, in Alpträumen, Angstzuständen und Depressionen.
Diese Reaktionen nehmen in der Regel mit Abstand zum Gewalterlebnis ab.
War die erlebte Gewaltsituation jedoch besonders bedrohlich oder aussichtslos, kann es sein, dass emotionale und körperliche Auswirkungen über einen langen Zeitraum bestehen und nur mit Hilfe einer Therapie bewältigt werden können.
Adressen von TherapeutInnen erhalten Sie in lesbisch-schwulen Beratungsstellen.