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Handlungsmöglichkeiten bei K.o.-Tropfen

In den vergangenen Jahren haben Raubdelikte und sexuelle Übergriffe, bei denen die Täter vorher unbemerkt sogenannte K.o.-Tropfen verabreichen, auch innerhalb der schwulen Szene zugenommen. Lesbische Frauen sind den bisherigen Erkenntnissen zufolge v.a. als weibliche Opfer heterosexueller Sexualstraftäter gefährdet.

Wichtig: Täter können sowohl Fremde als auch Freunde, Bekannte oder Arbeitskollegen usw. sein! Tatorte sind neben Diskotheken und Kneipen auch die eigene Wohnung, der Arbeitsplatz, das Urlaubshotel usw.

Im Folgenden soll nur ein grober Überblick über die vorbeugenden Handlungsmöglichkeiten und Handlungsschritte nach einem Übergriff unter K.o.-Tropfen gegeben werden. Weitere Informationen entnehmen Sie den speziellen Webseiten zu diesem Thema.
 

Schutz vor K.o.-Tropfen

  • nur Getränke annehmen, bei denen man selbst beobachtet hat, wie sie zubereitet/eingeschenkt wurden
  • Getränke nicht unbeobachtet stehen lassen! Im Freundeskreis vereinbaren, gegenseitig auf die Gläser aufzupassen
  • der beste Schutz ist, nicht alleine unterwegs zu sein. Wer mit Freund_innen ausgeht, sollte vorher verabreden, dass aufeinander geachtet wird. Wenn jemand getrennte Wege gehen will, sollte in jedem Fall die Begleitung informiert werden


Wenn es passiert ist

  • Wem plötzlich schwindelig oder schlecht wird, der sollte sich schnellstmöglich Hilfe holen! Das Gleiche gilt, wenn man sich ohne Grund auf einmal völlig enthemmt oder euphorisiert fühlt.
  • Umgehend Freund_innen oder Bekannte ansprechen, mit denen man unterwegs ist. Wer alleine ist, kann z.B. Thekenpersonal ansprechen. Immer dorthin gehen, wo auch andere Menschen sind, damit diese schnell handeln können, falls eine Ohnmacht oder Kreislaufversagen eintreten sollte!
  • Im Zweifel die Polizei (110) oder den Notarzt (112) anrufen.

 
Beweise sichern

  • Wenn der Verdacht auf Betäubung mit K.o.-Tropfen besteht:
  • möglichst zeitnah Blut und/ oder Urin abnehmen und auf K.o.-Mittel untersuchen lassen. Wichtig: Schnelles Handeln ist gefragt, denn einige Substanzen lassen sich nur sehr kurze Zeit (max. 6-12 Stunden nach Verabreichung) nachweisen!
  • Dies kann bei einer Anzeige auf Veranlassung und Kosten der Polizei geschehen.
  • Ohne Anzeige ist das in einem Institut für Rechtsmedizin (kostenpflichtig) möglich. Die Adresse des nächsten Institutes können Sie bei einer Beratungsstelle Hilfe oder bei einem Arzt/ einer Ärztin erfragen.
  • Wenn Verletzungen (Schmerzen im Genitalbereich/ Blutungen) vorliegen ein Krankenhaus/ einen Arzt aufsuchen, um die Verletzungen behandeln und dokumentieren zu lassen
  • Wenn posttraumatische Belastungssymptome wie Panik, Ängste, Schreckhaftigkeit, Schlafstörungen, Unfähigkeit sich zu konzentrieren, Übelkeit, Ekel, Misstrauen etc. auftreten, Hilfe bei einer Beratungsstelle, einer Trauma-Ambulanz oder bei einem Arzt/ einer Ärztin suchen.


Ausführliche Informationen z.B. unter: